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Reportage MTB-Fahrtechnik dritter Teil – Mit dem Mountainbike Hindernisse überfahren und überspringen

  • Über Hindernisse surfen
    Über Hindernisse surfen
    Quelle: © Kilian Müller, MTB: Thomas Danz
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    Bunny Hopp
    Quelle: © Kilian Müller, MTB: Thomas Danz
   
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11.08.2009 Reportage
In unserem dritten Teil der MTB-Fahrtechnikserie wagen wir uns an zwei Profi-Fahrtechniken heran, die Euch vom Passagier zum Piloten auf Euren Mountainbikes werden lassen. Mit dem Beherrschen des Manual und des Bunny Hop eröffnet sich Euch eine neue Bike-Welt. Trails werden zur Spielwiese, Hindernisse werden gesucht und nicht umfahren, die Grenze des Machbaren verschiebt sich weit nach oben.

Über Hindernisse surfen

Über Hindernisse surfen
Quelle: © Kilian Müller, MTB: Thomas Danz
Folgende Situation ist jedem von Euch bestimmt bestens bekannt: Ihr seid zügig auf dem Trail oder der Schotterpiste unterwegs und plötzlich taucht vor Euch eine Wasserrinne auf, deren Tiefe und Untergrundbeschaffenheit schlecht bzw. gar nicht einschätzbar ist. Würdet Ihr blind mit beiden Rädern durch das Gewässer fahren, lauft Ihr Gefahr, mit dem Vorderrad abzutauchen oder wegzurutschen – ein böser Sturz wäre die Folge. Eine sicheres Manöver, um solch ein Hindernis zu überfahren, ist das Surfen auf dem Hinterrad (auch Manual genannt). Diese Technik eignet sich auch hervorragend, Wurzelteppiche oder Bodenwellen geschmeidig zu überfahren, da Ihr so den negativen Katapult-Effekten der Hindernisse entgegen wirkt. Die Grundtechnik hierfür habt Ihr bereits im letzten Kapitel beim Drop der Stufe kennen gelernt. Da Ihr beim Überfahren von Objekten Euer Hinterrad nicht nur bis zum Hindernis bringen müsst (beim Drop ist es bis zur Kante), sondern dieses auch in seinem vollen Ausmaß überrollen wollt, bedarf es einer spezielleren Technik und ein wenig mehr Übung, als beim Drop. Ihr rollt in der Grundposition auf das Hindernis zu. Vor dem Hindernis geht Ihr in die Liegstützposition und entlastet nun durch das Strecken der Arme und die nach hinten geschobene Hüfte das Vorderrad. Mit einer schwungvollen Bewegung gebt Ihr Euer Bike unter Eurem Körper nach vorn durch – d.h. Ihr zieht das Bike nicht an Euch heran, sondern schiebt es in Fahrtrichtung von Euch weg. Durch diese dynamische Bewegung bringt Ihr nun Euer gesamtes Körpergewicht auf das Hinterrad und rollt sicher über das Hindernis. Dabei habt Ihr immer mindestens einen Finger an der Hinterradbremse, da Ihr durch gefühlvolles Dosieren der Bremse ein zu starkes Aufsteigen des Vorderrades oder gar ein Überkippen verhindert. Mit der Hinterradbremse sowie der Gewichtsverlagerung nach hinten haltet Ihr also die vertikale Balance. Mit Euren Knien wirkt Ihr dem seitlichen Kippen des Bikes entgegen – d.h. neigt Ihr zu stark nach links, bringt Ihr Euer rechtes Knie nach außen und umgekehrt.

Bunny Hopp

Bunny Hopp
Quelle: © Kilian Müller, MTB: Thomas Danz
Der Klassiker unter den Bike-Manövern und für viele immer noch ein Rätsel: Wie bekommt man ohne Klickpedale das Bike mit beiden Rädern in die Luft? Des Rätsels Lösung liegt im Bewegungsablauf, den Ihr bereits zur Hälfte durch das Hinterradsurfen kennen gelernt habt. Ihr fahrt in der Grundposition an, geht in die Liegstützposition und beugt auch Eure Beine ein. Nun streckt Ihr erneut die Arme und verlagert Euer Gewicht nach hinten – das Vorderrad steigt auf. Jetzt ist das Hinterrad dran. Um dieses auch in die Luft zu bekommen, müsst Ihr es entlasten. Dazu bewegt Ihr Eure Hüfte in Richtung Vorbau. Ihr befindet Euch jetzt mit beiden Rädern in der Luft und setzt zur Landung an. Bringt Euer Bike zurück in die Grundposition und federt beim Aufsetzen (im Idealfall mit beiden Rädern gleichzeitig) den Stoß mit Armen und Beinen ab. Mit viel Übung geht dieser Bewegungsablauf dann bald in Fleisch und Blut über. Zur Übung eignen sich kleine Äste oder andere Gegenstände zum Überspringen. Ihr solltet auch nicht zu schnell fahren – einen Bunny Hop bekommt man selbst aus dem Stand hin. Wichtig sind nur die Körperspannung und das richtige Timing beim Verlagern des Körpergewichts.
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