Start Reiseführer Radrouten

Radfahren und schöne Radrouten

Rad_1

Radfahren ist eine Aktivität, die unendlich viele Möglichkeiten bietet. Egal ob ein gemütlicher Ausflug im Flachen oder sportlich bergauf und bergab, ob elegant auf dem Kunstrad, schnell auf dem Rennrad oder mit dem Mountainbike durch unwegsames Gelände – mit einem Fahrrad ist beinahe alles machbar.


Geschichte des Radfahrens

Laufmaschine, Draisine
Foto: Jasiel Azevedo, flickr.com(CC BY-SA 2.0)
Bereits im 16. Jahrhundert tauchten erstmals Zeichnungen von einer fahrradähnlichen Konstruktion auf. Doch erst 1817 wurde die Draisine, eine Laufmaschine, von dem Deutschen Karl Drais erfunden. Seine Idee gilt als der erste Vorläufer des heutigen Fahrrads und war das erste Fortbewegungsmittel auf der Grundlage des Zweiradprinzips. Im Jahr 1864 entwickelte der Franzose Pierre Michaux das Veloziped, an dessen Vorderrad ein Pedalantrieb angebracht war. Daraufhin folgten zunächst das Hochrad, welches jedoch eine große Sturzgefahr barg und später das Niederrad mit Kettenantrieb am Hinterrad und Luftreifen. Diese Konstruktion gilt als Vorläufer des Fahrrads, wie wir es heute kennen.

Radfahren heute

Das Rad
Foto: AI2, commons.wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Heute hat ein Fahrrad zwei Hauptzwecke: Es ist einerseits Fortbewegungsmittel und andererseits Sportgerät. Aufgrund dieser Tatsache entstanden sowohl unterschiedliche Rad-Arten, als auch Verbände, die sich für die Interessen der Radfahrer einsetzen und Wettkämpfe, in welchen sich die Besten der jeweiligen Radsportart messen.

 

Rad-Arten – eine Auswahl

  • Alltagsräder wie Touren- oder Trekkingräder
  • Sporträder wie Rennräder (Bahnrad, Triathlonrad, Cyclocross-Rad…), Mountainbikes, BMX-Bikes…
  • E-Bikes (Trekking-/Touren-/Mountainbikes)

 Vereine:

  • Die European Cyclists’ Federation (ECF) auf europäischer Ebene und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) engagieren sich für das Fahrrad als Verkehrsmittel.
  • Der Internationale Radsport-Verband (UCI) vertritt die Interessen von 179 nationalen und 5 kontinentalen Radsportverbänden und richtet Wettkämpfe wie die Weltmeisterschaften aus

Radwettbewerbe im Profisport

Der Weltradsportverband UCI trägt jedes Jahr an unterschiedlichen Orten die Weltmeisterschaften aus. Die ersten fanden 1893 in der Disziplin Bahnrad statt, im Straßenradrennsport wurden sie 1921 eingeführt und im Cyclocross 1950. Die Mountainbike und Trial-Weltmeisterschaften gibt es seit 1990 und die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften werden seit 2003 ausgetragen.

Ausrüstung

Ausrüstung
Foto: Outdooractive Redaktion
Egal, ob man auf seinem Rad zweckmäßig unterwegs ist oder sportlich – einen Ausrüstungsgegenstand sollten alle Fahrradfahrer immer anhaben: ihren Helm. Denn dieser kann im Ernsfall Leben retten.

Andere Ausrüstungsgegenstände unterscheiden sich danach, wie und wo man mit seinem Rad unterwegs ist.

A) Folgendes Werkzeug sollte für den Fall einer Panne immer mit an Bord sein:

  • Minipumpe oder CO2-Pumpe inkl. Kartuschen
  • Flickzeug
  • Ersatzschlauch
  • drei Reifenheber
  • Satz Inbusschlüssel
  • Mini-Kettennieter
  • evtl. Pannenspray

B) Ist das Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs, muss es laut der deutschen Straßenverkehrszulassungsordnung folgende Kriterien erfüllen:

  • 2 voneinander unabhängige Bremsen
  • eine helltönende Glocke
  • 1 weißer Scheinwerfer, 1 rotes Schleuchte (müssen ständig betriebsbereit sein)
  • gelbe Rückstrahler an den Pedalen und seitlich wirkende in den Speichen
  • Fahrräder müssen für ein Gesamtgewicht von 100 kg ausgelegt sein
  • Internationale Vorgaben für den Verkehr: Bremsanlage, Klingel, Beleuchtungseinrichtung
Radsport
Foto: Outdooractive Redaktion
C) Nutzt man sein Fahrrad sportlich, so sind folgende Dinge von Vorteil: 
  • (wetterfeste) Radbekleidung
  • Handschuhe
  • eventuell Klick-Schuhe für Klick-Pedale
  • Trinkflasche und ausreichend Flüssigkeit
  • Werkzeug
  • Handy
  • Erste-Hilfe-Set/Rucksackapotheke
  • Eventuell Rucksack (mit Regenhülle) für weitere Ausrüstung
  • Verpflegung wie Müsli-Riegel, Obst, Schokolade
  • Sonnencreme
  • Eventuell GPS-Gerät mit Track, Karte, Kompass
  • eventuelle Extra-Ausrüstung für Mountainbiker bzw. Downhill-Fahrer: Vollvisier-Helm, Ellenbogen-/Knieschützer und Rückenprotektor 

Training für Radfahrer

Radfahren und Gesundheit
Foto: Outdooractive Redaktion
Radfahren hält fit! Angefangen vom Herz-Kreislaufsystem bis hin zu Muskulatur und Gelenken – Bewegung auf dem Rad ist ein Gesundheits-Rundumpaket. Regelmäßiges Radfahren verringert beispielsweise das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen um das 20fache, denn es bringt Blutkreislauf und Schlagleistung auf Trab und lässt das Blutvolumen größer werden. Auch Cholesterin, das unsere Adern verkalkt, wird abgebaut. Gleichzeitig wird die Lunge durch die Bewegung regelmäßig mit frischem Sauerstoff gefüllt und die Atemmuskulatur profitiert ebenfalls. Für die Gelenke, die bei diesem Sport ohne große Belastung bewegt werden, reichen schon kurze Intervalle, um ihre Knorpel mit Sauerstoff zu versorgen. Und auch die Muskeln danken bereits Fahrten auf kurzen Radrouten. Trainiert werden beim Radeln beinahe alle Muskelpartien: vor allem natürlich die Beinmuskulatur durch das Treten, aber auch Bauch-, Rücken-, Arm- und Schultermuskulatur werden beansprucht. Außerdem verbraucht regelmäßiges Radfahren bis zu fünf Kalorien pro Minute. Für einen positiven Effekt bezüglich des Fettstoffwechsels sind längere Belastungszeiten (ab 45 Minuten im Sattel) effektiver als schnelles Radfahren. Nicht zuletzt stärkt Radfahren die Psyche und mindert das Krebsrisiko.

 

Training für Radfahrer

Das Fahrrad eignet sich gut dafür, Muskeln aufzubauen und Ausdauer auszubauen. Jedoch ist es wichtig, nicht blind drauf los zu radeln. Folgende Dinge sollten bei den Fragen nach „wie lange, wie schnell und wie oft?“ beachtet werden:

  • Ausdauer aufbauen: Nicht kurze Runden in schnellem Tempo, sondern längere Etappen fördern die Ausdauer. Dabei sollte man sich nicht an seiner Belastungsgrenze bewegen, sondern beispielsweise zu jeder Zeit in der Lage sein, sich zu unterhalten. Eine Richtlinie ist dabei die Herzfrequenz – bis zu 75 Prozent der maximalen Frequenz sind förderlich, mehr überreizt den Körper.
  • Trittfrequenz: An ihr kann man sich orientieren, um den Körper gleichmäßig zu belasten und so auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System einzuwirken. Wer pro Minute auf 80-90 Tritte kommt, radelt am effektivsten.
  • Intensive Intervalle: Diese ein- bis zweiminütigen Einschübe an der persönlichen Belastungsgrenze sind die ideale Ergänzung für das Ausdauertraining.
  • Regelmäßiges Training: Vor allem regelmäßiges Training ist wichtig und bringt die besten Effekte. Drei bis vier Einheiten die Woche, jeweils 60 Minuten, dürften kein Problem darstellen. Wer mehr trainiert, sollte folgende Faustformel beachten: Je härter das Training war, desto länger braucht der Körper für die Regeneration. Danach ist er jedoch über den vorherigen Leistungsstatus hinaus erholt.

Radgerecht essen und trinken

Radgerecht essen und trinken
Foto: Outdooractive Redaktion
Ganz allgemein gilt – nicht nur für Sportler: Ausgewogene und gesunde Ernährung ist wichtig. Das bedeutet abwechslungsreiche Menüs aus möglichst frischen Produkten.

Während der Trainingszeit sind Kohlenhydrate, Wasser und Salz besonders wichtig: Sie ergeben das Trio, das der Körper braucht, um beste Leistungen bringen zu können. Kohlenhydrate liefern ihm die dafür benötigte Energie. Dabei gilt der Orientierungswert von maximal 80 g Kohlenhydrate in der Stunde, denn mehr kann der Körper nicht verwerten. Woher er sie allerdings bekommt, unterscheidet er nicht. Es kann also auf Riegel genauso zurückgegriffen werden wie auf Brötchen. Die Hauptsache ist die Verträglichkeit.

Das Wasser sorgt dann dafür, dass die Nährstoffe schnell in die Körperzellen gelangen und verhilft dem Körper zur Schweißproduktion, was ihn wiederum kühlt. Und an dieser Stelle kommt das Salz, genau genommen Natrium ins Spiel: Es hilft dem Körper, die Flüssigkeit im Körper zu binden und verhindert Krämpfe. Die im Sport weit verbreiteten isotonischen Getränke vereinen all diese nötigen Dinge in einem Drink. Und um nach dem Sport den Kohlehydrat-Speicher wieder aufzufüllen und beanspruchte Muskelfasern wieder aufzubauen, greift am einfachsten zu einem Glas Kakao: Es liefert Eiweiß, Kohlenhydrate und die wichtigsten Aminosäuren.

Radfahren mit Hund

Ein Hund am Rad braucht Übung
Foto: Parker Knight, flickr.com(CC BY 2.0)
Wer nicht nur sich, sondern auch seinen Vierbeiner fit halten möchte, kann das Ausgehen mit dem Hund nicht nur mit Sportarten wie Joggen oder Wandern kombinieren, sondern auch mit Radfahren. Werden dabei einige Aspekte beachtet, haben sowohl Herrchen als auch Hund viel Spaß an ihren gemeinsamen Ausflügen.

Wichtig ist, …

  • … dass der Hund ausgewachsen sein sollte, denn sein Gelenk- und Knochengerüst wächst bis in das Alter von eineinhalb bis zwei Jahren. Erst dann ist es fertig ausgebildet und gehärtet.
  • … dass der Hund weder zu klein noch zu groß für Radtouren ist.
  • … dass der Hund nicht zu alt ist. Auch Hunde mit Gelenkproblemen sollte nicht mehr zu Fahrradtouren mitgenommen werden.
  • … dass die ersten Runden mit Hund und Rad nicht zu lang sind oder zu schnell gefahren werden, denn Hunde überschätzen sich gern. Denn wie sein Herrchen muss auch der Hund erst einmal eine gewisse Kondition aufbauen, um längere Strecken neben dem Bike ohne Probleme durchhalten zu können.
  • … dass die vierbeinigen Fahrrad-Neulinge langsam an das Sportgerät an ihrer Seite gewöhnt werden. Am besten nimmt man das Rad beim Gassi-Gehen zunächst ein paar Mal mit und schiebt es nebenher. So gewöhnt sich der Hund daran und nach ein paar Übungsrunden sollte die erste Fahrt kein Problem mehr darstellen. Am besten ist das Rad-Hund-Gespann ausgestattet, wenn der Hund kein Halsband, sondern ein Brustgeschirr trägt und die kurze Leine an einem sogenannten „Springer“ befestigt wird: Dieses Gestell wird am Fahrradrahmen befestigt, womit der Fahrer beide Hände frei hat.
  • … dass es nicht zu warm ist, da Hunde nicht durch den Fahrtwind o.ä. gekühlt werden.
  • … dass der Untergrund möglichst nicht aus Asphalt oder Split besteht, denn das schadet den Pfoten der Tiere. Außerdem sollte man Straßen meiden, denn die Autoabgase erschweren den Vierbeinern das Atmen.
  • … dass jeder Hundebesitzer selbst abschätzt, ob sein Hund sich genügend an die neue Ausflugsart gewöhnt hat und in der Lage ist, die geplante Radstrecke zu bewältigen.

Leichteres Rad = schneller unterwegs?

Auf dem Rennrad geht es schnell voran
Foto: Outdooractive Redaktion
Der Mythos, dass ein leichterer Radfahrer auf einem leichten Rad schneller unterwegs ist, stimmt nur teilweise. Es ist richtig, dass das Gewicht die Fahrleistung beeinflusst. Aber es kommt immer darauf an, ob man bergauf, bergab oder auf einer Strecke ohne Steigung radelt. Denn den Berg hinab ist ein größeres Gewicht sogar von Vorteil, weil es dem Luftwiderstand, der den Fahrer bremst, mehr entgegensetzen kann. Im Flachen fungiert der Luftwiderstand ebenfalls als Bremse. Dabei hängt es von der Angriffsfläche des Radlers und dessen Bike ab, wie stark er gebremst wird. Hier hilft ein leichtes Rad zwar wenig, aber eine schmalere Körperform kann ein paar Sekunden gut machen. Auf eine wirklich relevante Zeitersparnis kann man aber mit einem ultraleichten Rad oder weniger Kilos Körpergewicht nicht hoffen. Laut einer Studie machen 3 kg weniger auf eine flache Strecke von 40 km zwischen 5 und 25 Sekunden aus. Erst am Berg bemerkt man die Kilos deutlicher, denn hier muss gegen das Gewicht in die Pedale getreten werden, das nach unten zieht. Und hier kann ein Sportler auf einer 20 km Strecke mit einer dreiprozentigen Steigung bis zu 94 Sekunden Zeitgewinn gegenüber einem drei Kilo schwereren Gegner herausholen. 

Diese Aktivitäten stehen Dir zur Verfügung:

Top 10 / Radfahren und schöne Radrouten


1

Mountainbike Von Tesserete auf den Monte Bar

Monte Bar Auffahrt
29.07.09
Mountainbike Mountainbike • Tessin
schwer
(3)
30,9 km
5:00 Std.
1220 m
1220 m
von Hartmut Wimmer,  Outdooractive Redaktion
2

Mountainbike Rundtour von Lugano über die Halbinsel Ceresio

Halbinsel Ceresio
02.06.09
Mountainbike Mountainbike • Tessin
mittel
(1)
33,6 km
4:00 Std.
1019 m
1018 m
von Hartmut Wimmer,  Outdooractive Redaktion
3

Mountainbike Panoramatrail am Füssener Jöchle

Bad Kissinger Hütte
06.05.13
Mountainbike Mountainbike • Tannheimer Tal
schwer
(5)
12,1 km
3:00 Std.
836 m
836 m
von Marco Rues,  Outdooractive Redaktion
4

Mountainbike Um den Säuling (Schützensteig)

Der Säuling.
19.09.13
Mountainbike Mountainbike • Allgäu
mittel
(4)
39,3 km
5:00 Std.
1636 m
1636 m
von Franka Fuchs,  Outdooractive Redaktion
5

Mountainbike Auf dem Bike bis zur Schochenspitze

Gappenfeldalpe
06.05.13
Mountainbike Mountainbike • Tannheimer Tal
mittel
(2)
18,6 km
3:00 Std.
1160 m
1160 m
von Marco Rues,  Outdooractive Redaktion
6

Mountainbike Durchquerung der Uinaschlucht mit dem Mountainbike

Schleis
04.09.13
Mountainbike Mountainbike • Vinschgau
schwer
(1)
79,7 km
8:00 Std.
3261 m
3255 m
von Monika Heindl,  Outdooractive Redaktion
7

Mountainbike Um den Zwölferkopf zur Bärenbadalm

Bärenbadalm Terasse
24.01.14
Mountainbike Mountainbike • Achensee
mittel
(1)
17,7 km
2:15 Std.
550 m
550 m
von Bernadette Manz,  Outdooractive Redaktion
8

Mountainbike Guffert-Umrundung mit dem Mountainbike (Variante über Ragstattalm)

Westseite des Guffert
31.07.13
Mountainbike Mountainbike • Alpbachtal Seenland
mittel
(2)
45,2 km
4:00 Std.
1819 m
1818 m
von Marco Rues,  Outdooractive Redaktion
9

Mountainbike MTB-Tour zur Walliser Wispile

Der Lauenensee.
05.12.13
Mountainbike Mountainbike • Berner Oberland
mittel
(0)
39,7 km
3:45 Std.
1110 m
1110 m
von Monika Heindl,  Outdooractive Redaktion
10

Mountainbike Alpine Trails hoch über dem Gental

Auf der Engstlenalp.
11.02.14
Mountainbike Mountainbike • Berner Oberland
schwer
(0)
49,1 km
5:00 Std.
1710 m
1710 m
von Monika Heindl,  Outdooractive Redaktion
Radfahren und schöne Radrouten / Karte mit allen Touren anzeigen ›

Reiseländer: Mit einem Klick mehr erfahren