Beschreibung
Der Kölner Grüngürtel und die Preussen Köln war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts eine befestigte Stadt. Wie Zwiebelringe bestimmten immer weiter nach außen verlagerte Verteidigungsgürtel die Stadtstruktur. Noch heute sind Reste der römischen sowie der ab 1180 errichteten mittelalterlichen Stadtmauer erhalten. Preussischen Betonköpfen genügte das jedoch nicht: Nach dem Abzug der napoleonischen Truppen setzten ab 1815 umfangreiche Baumaßnahmen zum vermeintlichen Schutz der Stadt ein. Zunächst verstärkten sie die noch intakte mittelalterliche Mauer, kurze Zeit später wurde 600 m stadtauswärts eine neue Verteidigungszone angelegt. Die erwies sich jedoch zu Ende des 19. Jahrhunderts als militärisch untauglich. Denn mittlerweile hatte sich auf dem Gebiet der Schusswaffentechnik einiges getan. Ein neuer Festungsgürtel musste her, einer der sich in einem Radius von 5,6 bis 7,7 km um den Dom herum auf beiden Seiten des Rheins erstrecken sollte. Zunächst entstanden 12 große Fortanlagen und 23 kleinere Zwischenwerke. Sie wurden später durch verschiedenartige kleinere Werke verstärkt, sodass zu Beginn des Ersten Weltkrieges der 42 km lange Fortgürtel insgesamt 182 Werke umfasste. Nach dem Krieg, in dem übrigens dem Brückenkopf Köln kein einziges Haar gekrümmt wurde, mussten die Festungswerke auf Befehl der Siegermächte geschleift werden. Dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer gelang es jedoch nach langen Verhandlungen Teilstücke der Forts und Zwischenwerke für die Nachwelt zu erhalten und sie für gesellschaftliche Zwecke umzugestalten. Auf ehemals militärisch genutzten Bauwerken entstanden Sportplätze, Freiluftschulen, Garten- und Parkanlagen für die Kölner. Adenauer ist es nicht nur zu verdanken, dass die größeren Festungsanlagen zu Teilen erhalten geblieben sind, sondern ebenso die Tatsache, dass das vormals freie Schussfeld des inneren und äußeren Befestigungsringes nicht der Bebauung zum Opfer fiel. Auf diesem Gelände wurde dann der Innere und Äußere Grüngürtel, in dem die 'grünen Forts' heute eingebettet liegen, angelegt.
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Tipp des Autors
Highlight 1: Von Rhein zum Verteilerkreis Highlight 2: Vom Verteilerkreis zum Eifeltor Highlight 3: Vom Fort VII zum Fort VI Highlight 4: Vom Fort VI zum Fort V Highlight 5: Vom Fort V zum Fort IV Highlight 6: Vom Fort IV zum Fort III Highlight 7: Vom Fort III zum Bahnhof Longerich
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