Pilgerweg

Pilgerweg_1

Pilgerwege sind traditionelle Wanderwege, auf denen Pilgerer zu ihren Wallfahrts- und Pilgerorten wanderten. Auch heute noch zählen Pilgerwege mit zu den beliebtesten Weitwanderwegen für Wanderer.


Das Pilgern hat eine lange Tradition. Wörtlich übersetzt, lautet die Bedeutung des ursprünglich lateinischen Verbs „In der Fremde sein“. Während der Anlass des Pilgerns in früheren Zeiten, insbesondere während des Mittelalters, eine auferlegte Buße, ein abgelegtes Gelübde oder die Hoffnung auf Heilung von einer Krankheit war, ist seit den 1990er Jahren, spätestens jedoch seit dem Erscheinen von Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“, ein regelrechter Boom auf Pilgerwege losgetreten worden. Die Pilger von heute sind aus den unterschiedlichsten Gründen unterwegs. Das Faszinierende an Pilgerwegen ist die Kombination aus Kulturgeschichte, Naturerlebnis, Religiosität und die Begegnung mit anderen Menschen. Ein spirituell-magisches Gesamterlebnis ist auf berühmten Pilgerwegen garantiert - wie zum Beispiel auf dem nach Santiago de Compostela führenden Jakobsweg oder Franziskusweg nach Assissi

 

1 Worauf achten beim Pilgern?

Zum Thema Fernwandern und Pilgern findet sich in unserem outdooractive.com-Magazin eine Kolumne, in der die Bereiche PacklisteKocherwahlErnährungÜbernachtung und allein wandern behandelt werden. Achtet beim Fernwandern auf möglichst geringes Gewicht, denn nach einigen Kilometern zu Fuß werdet Ihr jedes Gramm spüren. Für Touren von Refugio zu Refugio sind 5 bis 8 Kilogramm normal, für Touren mit Zelt und autarker Verpflegung maximal 20 Kilo, je nach Körpergewicht eher weniger. Vor dem Start sollten die Übernachtungen in den Herbergen vorgebucht werden. Für die Übernachtung selbst empfiehlt sich ein Hüttenschlafsack, Hausschuhe und Oropax. Zudem an Erste-Hilfe-Set, Mütze und Handschuhe, Kartenmaterial und Sonnenschutz gedacht werden.

 

2 Wie werden die Pilgerwege bei outdooractive.com bewertet?

2.1 Einteilung in  "leicht", "mittel" und "schwer"

Die Kategorisierung "leicht, mittel, schwer" wird vom System automatisch anhand der nötigen Kondition und Technik errechnet. 

  • Touren mit der Kennzeichnung "leicht" (blau)
    • einfachere Wege, die schmal und steil sein können
  • Touren mit der Kennzeichnung "mittel" (rot)
    • überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen
    • kurze versicherte Passagen können vorkommen
  • Touren mit der Kennzeichnung "schwer" (schwarz)
    • schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich
    • Es kommen zudem gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern
    • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich
    • Alpine Routen führen in das freie alpine bzw. hochalpine Gelände und sind keine Bergwege im vorangegangenen Sinne
    • Sie können exponierte, ausrutsch- und absturzgefährdete sowie ungesicherte Geh- und Kletterpassagen enthalten
    • Alpine Routen werden weder markiert noch gewartet

 

2.2 Bewertung Kondition, Technik, Landschaft, Erlebnis

Die vergebenen Punkte (1 bis 6) sind Richtwerte, die jeweils an die Region angepasst sind. So unterscheiden sich die Maßstäbe zum Beispiel in Landschaften in Küstenregionen deutlich von denen in einer Alpinlandschaft, bieten aber letztendlich einen guten Anhaltspunkt.


Kondition

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft im ebenen Gelände und weist kurze Tagesetappen auf. Sie ist sehr leicht zu bewältigen, nicht anspruchsvoll und auch ohne Trainingsvorbereitung gut zu schaffen.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend im ebenen Gelände. Sie ist leicht zu bewältigen und ist auch ohne längere Trainingsvorbereitung möglich.
  • 3 Punkte: Die Tour weist Steigungen und Gefälle auf und erfordert ein gewisses Maß an Grundkondition.
  • 4 Punkte: Die Tour ist durch längere Steigungen und/oder teils längere Etappen mittelschwer und erfordert eine gute Grundkondition.
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft über längere Strecken bergauf, ist an einigen Stellen anspruchsvoll und erfordert eine gute Kondition. Etappen von über acht Stunden sind möglich.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft über sehr lange Strecken bergauf, ist konditionell anspruchsvoll und weist mehrere sehr lange Etappen auf.  

 

Technik

  • 1 Punkt: Das Gelände ist einfach und erfordert kein spezielles Können.
  • 2 Punkte: Das Gelände ist weitgehend einfach und erfordert nur wenig Erfahrung und Trittsicherheit.
  • 3 Punkte: Das Gelände der Tour ist abwechslungsreich und erfordert Erfahrung und Trittsicherheit.
  • 4 Punkte: Das Gelände der Tour ist teils schwierig und erfordert Erfahrung. Das Gehen im steilen Gelände sollte trittsicher beherrscht werden.
  • 5 Punkte: Das Gelände der Tour ist anspruchsvoll und sollte nur von Wanderern begangen werden, die über ausreichende Erfahrung, sehr gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. 
  • 6 Punkte: Das Gelände der Tour ist oft schwierig und erfordert von den Sportlern sehr viel Erfahrung, absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. 

 
Erlebniswert

  • 1 Punkt: Zusätzlich zu dem zurückzulegenden Weg bietet die Tour nur sehr wenige interessante Aussichts- oder schöne Rastpunkte. 
  • 2 Punkte: Die Tour bietet nur wenige interessante Punkte und hält so nur einen geringen Erlebniswert bereit.
  • 3 Punkte: Die Tour bietet interessante Aussichts- oder Rastmöglichkeiten, auch die Abstiege bergen spannende, kurze Herausforderungen.
  • 4 Punkte: Die Tour bietet viele interessante Aussichtsmöglichkeiten und spirituelle Orte. 
  • 5 Punkte: Die Tour ist spannend und abwechslungsreich, sie führt an zahlreichen erlebnisreichen Höhepunkten und spirituellen Orten vorbei. 
  • 6 Punkte: Die Tour ist enorm abwechslungsreich, führt an zahlreichen spirituellen und besonderen Orten vorbei und begeistert jeden Pilger.

  

Landschaft

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft vorwiegend durch Wald oder bebautes Gelände und bietet keine naturräumlichen Highlights.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft an einigen Stellen durch dichten Wald, Schluchten oder bebautes Gelände mit wenig Aussicht und bietet nur wenige naturräumliche Highlights.
  • 3 Punkte: Die Tour führt teilweise durch Wald, bietet jedoch einige naturräumliche Highlights
  • 4 Punkte: Die Tour verläuft zwar nicht ausschließlich in baumloser, aussichtsreicher Natur, bietet jedoch häufig schöne Ausblicke und naturräumliche Highlights
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend in aussichtsreicher Natur und hält für die Besucher viele landschaftliche Highlights bereit.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft ausschließlich außerhalb von Wäldern und bietet dem Besucher neben herrlichen Ausblicken zahlreiche landschaftliche Highlights.


Zusätzlich zu diesen vier Kriterien, deren Einstufung vom Autor selbst vorgenommen werden kann, gibt es zudem eine generelle Bewertung der Tour. Diese basiert auf Einschätzungen von Community-Mitgliedern, die diese Tour bereits gegangen sind. Häufig finden sich hier auch aktuelle Bedingungen und weitere Tipps. 



 

 

Wegekategorien

Bergwege mit blauem Punkt sind:

  • einfachere Wege, die schmal und steil sein können


Bergwege mit rotem Punkt sind:

  • überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen
  • kurze versicherte Gehpassagen können vorkommen


Bergwege mit schwarzem Punkt sind:

  • schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich
  • Es kommen zudem gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich
  • Alpine Routen führen in das freie alpine bzw. hochalpine Gelände und sind keine Bergwege im vorangegangenen Sinne
  • Sie können exponierte, ausrutsch- und absturzgefährdete sowie ungesicherte Geh- und Kletterpassagen enthalten
  • Alpine Routen werden weder markiert noch gewartet

 

4 Wegbeläge

Jedem einzelnen Abschnitt einer Tour kann der in der Realität entsprechende Wegbelag zugeordnet werden. Das dient einer besseren Vorausplanung und erleichtert auch die Orientierung vor Ort.

  • Unbekannt: der Wegbelag ist unbekannt (Standarteinstellung).
  • Asphalt: geschlossene Asphaltdecke.
  • Weg: unbefestigte Wirtschaftswege (Wald-,Wiesen-, Bergweg) mit mind. 1 m Breite sowie befahrbar mit geländegängigen Fahrzeugen.
  • Pfad: nur zu Fuß begehbar oder mit dem Fahrrad befahrbarer unbefestigter Weg mit max. 1 m Breite.
  • Schotter: von Autos befahrbarer Weg mit geschlossener Schotter- oder Kiesdecke mit mind. 2 m Breite.
  • Weglos: nicht befestigte, unmarkierte und nicht definierte Wegabschnitte (z.B. hochalpine Gipfelsteige).

 

5 Notrufnummern

  • Rettungsdienst in allen europäischen Ländern: 112
  • Deutschland - Rettungsdienst / Bergrettung: 19 222
  • Österreich - Bergrettungsdienst: 140
  • Schweiz - Rettungsdienst: 144
  • Schweizer REGA (Schweizer Rettungsflugwacht): 1414, aus dem Ausland: (+41) 333 333 333
  • Frankreich - zentraler Notruf: 15
  • Italien, Südtirol - Rettungsdienst / Bergrettung: 118
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