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Orte und Regionen Highlandgames: Kräftemessen auf schottische Art

  • Auf zur königlichen Jagd
    Auf zur königlichen Jagd
    Quelle: © Susanne Steidle
  • Einzug der schwäbischen Gladiatoren
    Einzug der schwäbischen Gladiatoren
    Quelle: © Susanne Steidle
  • Holzschloipfa, Traktorzieha, Strohbuschlawerfa
    Holzschloipfa, Traktorzieha, Strohbuschlawerfa
    Quelle: © Susanne Steidle
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Ausflugsziel, Sommer, Historie, Kultur, Region

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28.08.2009 Orte und Regionen
Der Herausforderung eines außergewöhnlichen Krafttrainings im Freien kann man sich bei so genannten Highlandgames stellen. Gewichte lassen sich nämlich nicht nur im Fitness-Studio stemmen. Von herkömmlichen Hanteln wird bei den Highlandgames allerdings abgesehen. Als Muskel-Trainer werden hier etwas „naturnahere“ Gegenstände wie Baumstämme bevorzugt. Kraft, Geschicklichkeit und Schnelligkeit gilt es bei den Wettbewerben der Highlandgames zu beweisen.

Auf zur königlichen Jagd

Auf zur königlichen Jagd
Quelle: © Susanne Steidle
Der Ursprung dieses sportlichen Wettstreits liegt – wie der Name sagt – in den Highlands von Schottland. Dort weisen die Spiele eine jahrhundertelange Tradition auf. Damals wie heute wurde der Gewinner mit einem Preis belohnt, der sich im Lauf der Zeit allerdings gewandelt hat. Ging es im Mittelalter noch darum, sich vor dem König als Soldat, Kurier oder für die mehrtägige Jagd zu qualifizieren, geht es heute um ein Preisgeld. Wobei Ruhm und Ehre, als Stärkster, Schnellster und Geschicktester gekürt zu werden, natürlich heute noch sehr verlockend sind.

Der bekannteste Wettkampf, das so genannte „Highland Gathering“, findet naturgemäß im schottischen Hochland statt. Dass es sich bei dieser Großveranstaltung in dem kleinen Dorf Braemar um eine ehrwürdige Angelegenheit handelt, zeigt nicht nur der große Andrang auf den Zuschauerrängen. Schließlich sind es Jahr für Jahr mehrere Tausend Menschen, die das Spektakel verfolgen wollen. Erst die Anwesenheit der Schirmherrin selbst – nämlich der Queen persönlich – und weiterer Mitglieder der königlichen Familie, unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des Wettbewerbs.

Einzug der schwäbischen Gladiatoren

Einzug der schwäbischen Gladiatoren
Quelle: © Susanne Steidle
Highlandgames finden auf der ganzen Welt nicht nur dort statt, wo sich Schotten angesiedelt haben. Seit vielen Jahren wird der Wettbewerb mit teils kuriosen Disziplinen auch in Deutschland ausgetragen. Immer am ersten Septemberwochenende, zeitgleich mit den Braemar Spielen im Ursprungsland Schottland, versammeln sich in Kreenheinstetten bei Sigmaringen zahlreiche Gladiatoren, um gemeinsam die „Schwäbischen Highlandgames“ zu zelebrieren. Feierlich eingeleitet werden die Spiele mit dem Einzug der Wettkämpfer, begleitet von traditionellen, schottischen Dudelsackklängen der „Bagpipe Association of Konstanz“. Da marschieren nun ein: „Bernertus, die Stahlhand“, „Desiderius, das Wolfsherz“, „Alanus, der Fels“ und viele weitere Athleten. Nicht nur dem Namen nach sind die Muskelmänner wahre Highlander, auch an deren Montur – bevorzugt Schottenrock oder Fellgewand – sind die Wettkämpfer gleich zu erkennen.

Holzschloipfa, Traktorzieha, Strohbuschlawerfa

Holzschloipfa, Traktorzieha, Strohbuschlawerfa
Quelle: © Susanne Steidle
Dann kann es losgehen, das Schleudern der „Kreenheinstetter-Kalk-Klötze“, der Huckepack-Ritt oder das Strohballenwerfen (oder wie der Schwabe sagen würde: „Ackerstoistoßa“, „Highländerritt“ oder „Strohbuschlawerfa“). Die Disziplinen wurden teilweise von den Original-Spielen übernommen, beispielsweise das Baumstammweitwerfen. Andere wurden regionalen Gepflogenheiten angepasst. So erhielten nicht nur die Bezeichnungen der insgesamt 16 Disziplinen eine lokale Prägung. Was das „Holzbeiga“, „Schlammpatscha“ oder den „Highlanderschubkarra“ angeht, ließen sich kreative Köpfe durchaus skurrile Sportarten einfallen.

Die „Schwäbischen Highlandgames“ jähren sich in diesem Jahr zum zehnten Mal. Am Sonntag, den 06. September 2009, ist es wieder soweit. 15 Teams aus der Region à zwei Mann werden sich im Einzel- und Teamwettkampf messen. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der „Schwäbischen Highlandgames“.

Highlandgames und Wandern

Nicht nur die Disziplinen und der Aufzug der Wettkämpfer erinnern an die schottischen Ursprünge, auch die Landschaft in und um Kreenheinstetten, im Naturpark Obere Donau gelegen, mutet leicht wie das schottische Hochland an. Ein Besuch der Highlandgames lässt sich schön mit einer Wanderung durch das Donautal verbinden.
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