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Von Oberstdorf nach Riva auf der klassischen Heckmair-Route

  Bild 1 von 19  
  • Blick auf Riva del Garda
  • Trial Malga Palaer
  • Ausblick vom Rifugio Garda
  • Ponalestraße
  • Rifugio Garda
  • Der schmale Grat am Schrofenpass.
  • Tunnel am Corno della Marogna
  • Schwieriger Aufstieg über den Schrofenpass.
  • Rifugio Garda
  • Hafen Riva del Garda
  • Blick ins Stillachtal.
  • Wer aus dem Allgäuer Haupttal in Richtung Süden will, muss über den Schroffenpass.
  • Geschütz aus dem ersten Weltkrieg beim Rifugio Passo Nota
  • Passo Guil
  • Schutzhütte etwas unterhalb des Schlappiner Jochs.
  • Tremalzo Schotterstrasse
  • Blick von der Ponalestraße auf Riva.
  • Blick ins Rappenseetal.
  • Am Livigno Stausee.
Schwierigkeit:
schwer
Strecke:
388,8 km
Aufstieg:
11080 m
Abstieg:
11814 m
Dauer:
53:20 h
Niedrigster Punkt:
69 m
 
Höchster Punkt:
2688 m
 
(Pass Chaschauna)
Bewertungen:
(1)
 
 
Kondition:
Technik:
Erlebnis:
Landschaft:

Die Tour

Fahrtechnisch anspruchsvolle Transalp auf der klassischen Heckmair-Route von Oberstdorf nach Riva del Garda u. a. über den Scalettapass, den Pass Chaschauna und entlang des Ortlermassivs.  



Diese Transalp-Route führt uns auf die Spuren des Oberstdorfer Bergführers Andy Heckmair. Er erkundete diese Route bereits 1990 und gilt seither als Pionier der Mountainbike-Alpenüberquerung. Seine Route führt uns über die Allgäuer Alpen, das Lechquellengebirge, die Rätischen- und Engadiner Alpen und über das Adamellogebirge bis nach Riva am Gardasee. Wer sich vor einigen Trage- und Schiebepassagen nicht scheut, sich im hochalpinen Gelände zu bewegen weiß und sein Bike auf technischen Trails unter Kontrolle hat, für den ist die legendäre Tour geeignet und er wird die Highlights der Tour (Trail vom Scalettapass, Alpenpanorama am Pass Chauschauna) voll genießen können.

Start der Tour

Oberstdorf

Wegbeschreibung

Etappe 1: Von Oberstdorf über den Schrofenpass zur Freiburger Hütte

Wir beginnen unsere erste Etappe am Bahnhof in Oberstdorf und folgen zunächst der Fußgängerzone in Richtung Marktplatz. Am Marktplatz biegen wir in die Prinzenstraße ab und folgen dieser bis zur Mündung in die Lorettostraße. Wir orientieren uns nun in Richtung Fellhornbahn und radeln entlang der Stillach auf Schotter, bis wir den Abzweig zum Parkplatz der Fellhornbahn erreichen. Wir fahren weiter auf einem Radweg, vorbei an zwei Abzweigen, bis wir eine Weggabelung erreichen, an der wir nach rechts in Richtung „Schroffenpass“ abbiegen. Nun folgen wir dem Asphaltweg für etwa 9 km durch das Stillachtal. Dabei kommen wir an der schwarzen Hütte und der unteren Biber Alm vorbei. Der Asphalt endet an einem Wald- und Wiesenweg, der nach wenigen hundert Metern in einen Pfad übergeht. Lange ist es nicht möglich, den Trail zu fahren. Der Pfad hinauf zum Schroffenpass ist im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen gesprengt worden, um die herannahenden Alliierten zu stoppen. Heute ist der Pfad so schmal, dass man sein Bike am sichersten auf die Schulter nimmt und den Pass auf trittsicherem Fuß zurücklegt. Die Abfahrt ist dann teilweise fahrbar und führt uns in Richtung Lechleiten. Von hier radeln wir nach Warth und weiter stetig auf Asphalt nach Lech. Im Ort biegen wir am Gasthof Post nach rechts in Richtung Zug ab und fahren hinter der Brücke gleich wieder nach links. Bald passieren wir den Ort Zug und halten uns für weitere 5 km auf der Fahrstraße. Wir erreichen eine Gabelung, halten uns rechts in Richtung „Formarinsee, Freiburger Hütte“ und erreichen bald den Formarinsee. Von hier geht es nun auf einem Schotterweg bis zu unserem Etappenziel, der Freiburger Hütte, weiter.

Etappe 2: Von der Freiburger Hütte über den Kristbergsattel und das Schlappinerjoch nach Klosters

Wir fahren von der Freiburger Hütte zurück auf den uns bekannten Schotterweg und radeln weiter in Richtung Dalaas. Bald endet der Schotterweg und ein fahrtechnisch schwieriger Trail beginnt. Es empfiehlt sich hier zu schieben. An der folgenden Gabelung fahren wir nach links weiter in Richtung Dalaas auf einem teilweise fahrbaren Trail, der in einen Schotterweg mündet. Hier biegen wir nach rechts ab und folgen dem Weg durch eine Serpentine bergauf. Am Beginn der Siedlung fahren wir nun auf Asphalt weiter und halten uns an der nächsten Mündung links in Richtung „Dalaas Bahnhof“. Auf Asphaltstraßen rollen wir bergab nach Dalaas. An der Hauptstraße fahren wir nach links in den Ort, orientieren uns in Richtung Kristberg und fahren nach rechts, zunächst auf einen Asphaltweg, dann durch Serpentinen bergauf. Bald bekommen wir Schotter unter die Räder und erreichen nach mehreren hundert Höhenmetern endlich den Kristbergsattel. Wir gelangen nun zum Gasthaus Kristberg, stärken uns hier und radeln auf Asphalt weiter in Richtung „Schruns Silbertal“. Wir durchfahren bald eine Linksserpentine und biegen hinter dieser scharf rechts auf einen Schotterweg ab. Nun orientieren wir uns in Richtung Innerberg und später in Richtung Schruns. An der Kirche fahren wir auf einen Asphaltweg, den wir nach der Brücke verlassen und zunächst auf Schotter, dann auf Asphalt weiter bergab rollen. Wir zweigen nach ca. 900 m links auf einen Trail in Richtung Schruns ab. Am Haus biegen wir zunächst nach links und an der kommenden T-Kreuzung dann nach rechts ab. Der Weg mündet in einen weiteren Asphaltweg, wir fahren nach links und an der nächsten Abzweigung biegen wir scharf nach rechts auf einen Wald- und Wiesenweg ab. An der folgenden Wegkreuzung fahren wir geradeaus, durchfahren zwei Kehren und erreichen schließlich den Ort Schruns. Hier orientieren wir uns in Richtung Ortsmitte, passieren den Bahnhof und fahren in Richtung Kirche. An der Kirche gelangen wir auf die Hauptstraße und verlassen den Ortskern. Nach ca. 1,5 km zweigen wir nach links auf den Bargunsweg ab. Auf Radwegen geht es nun in Richtung Sankt Gallenkirch, bis wir den Ort Galgenul erreichen und hier nach rechts in Richtung Gargellen abbiegen. Ab Gargellen folgen wir nun der Beschilderung zum Schlappinerjoch. Ein Wechsel aus Asphalt- und Schotterpiste führt uns hinauf bis auf 1800 m. Dann verlassen wir den Schotterweg, fahren rechts über eine Brücke und gelangen auf einen Wanderweg, der uns zum Joch führt. Hier müssen wir von unserem Gefährt absteigen und es für gut eine Stunde hinauf schieben. Am Schlappinerjoch entschädigt uns die herrliche Aussicht auf die Schweizer Alpen für den langen Fußmarsch. Ein knackiger Trail hinunter nach Schlappin wartet nun darauf, unter unsere Stollenreifen genommen zu werden. Kurz vor dem Ort mündet der Trail in einen Schotterweg, der uns durch Schlappin führt. Nach etwa 2 km gelangen wir auf eine Asphaltstraße, auf der wir bis nach Klosters Dorf radeln. Im Ort orientieren wir uns in Richtung Bahnhof, überqueren die Bahngleise, fahren nach 100 m links und dann rechts weiter über den Wald- und Wiesenweg nach Klosters, unserem Etappenziel.

Etappe 3: Von Klosters über den Scalettapass nach S-Chanf

Vom Bahnhof in Klosters orientieren wir uns nach Süden, fahren auf der Gotschnastraße, bis wir auf die Davoserstraße nach rechts abbiegen. In der ersten Linkskehre verlassen wir diese auf einen Schotterweg in Richtung Davos. An der folgenden Gabelung entscheiden wir uns für den rechten Weg, der steil bergauf führt. Wir überqueren bald die Bahntrasse und fahren an der kommenden Linkskurve auf einen parallel zur Bahntrasse verlaufenden Pfad. Den Bahnhof Laret passieren wir und orientieren uns nun in Richtung „Wolfgang Davos“. Bald radeln wir am rechten Ufer des Davoser Sees entlang. Von Davos gelangen wir ins Dismatal und halten uns in Richtung Teufi. Dann orientieren wir uns in Richtung Dürrboden und fahren auf Asphalt bis zum Parkplatz Dürrboden. Nun beginnt ein Pfad hinauf zum Scalettapass, den wir zu Fuß zurücklegen müssen. Von der Passhöhe führt uns dann ein technisch anspruchsvoller Trail hinab zur Alm Funtauna. Ab der Alm geht es auf Schotterpisten nach Susauna. An der kommenden Gabelung halten wir uns rechts und fahren auf der Asphaltstraße nach S-Chanf, unserem Etappenziel.

Etappe 4: Von S-Chanf über den Pass Chaschauna nach Bormio

Von S-Chanf radeln wir auf der Hauptstraße zurück, biegen hinter dem „Arsenal Federal“ nach rechts ab und überqueren den Inn. Wir gelangen an eine Asphaltstraße, fahren nach rechts und biegen an der kommenden Einmündung scharf nach links auf eine Straße in Richtung Pass Chaschauna ab. Nun folgen wir stetig der Beschilderung zum Pass und radeln auf Schotterpisten bis zur gleichnamigen Alp. Hier stärken wir uns für die kommende Schiebepassage. Zunächst geht es für uns jedoch auf einen fahrbaren Trail rechts an der Alm vorbei, bis wir an eine Weggabelung kommen, an der wir uns links halten und nun schiebend hinauf zum Pass gelangen. Ab der Passhöhe können wir wieder aufs Bike steigen und fahren auf einem Trail bergab zum Refugio Chaschauna. Jetzt geht es auf einer Schotterpiste durch das Valle di Federia nach Livigno. Wir fahren zum Lago di Livigno, radeln am Südufer entlang und halten uns dann an die Beschilderung „28“. Bald biegen wir nach rechts in Richtung Passo di Valle Alpisella ab. Der Schotterweg verjüngt sich später zu einem Trail, der uns hinauf zum Pass führt. Auf der Passhöhe bekommen wir für etwa 2 km Schotter unter die Reifen, fahren dann auf Asphalt hinab zum Lago di San Giacomo di Fraele und radeln nun an dessen Südufer entlang zum Lago di Cancano. Jetzt halten wir uns in Richtung Torri di Fraele, rollen dann die Asphaltkehren hinab nach Pradelle und gelangen auf die Hauptstraße. Hier fahren wir nach links bis in den Ort Turri Piano, zweigen dort in die Via Costabella ein, passieren den Ort Molina und erreichen schließlich Bormio, unser Etappenziel.      

Etappe 5: Von Bormio über den Gaviapass nach Edolo

Im Zentrum Bormios treffen wir hinter der Piazza Cavour auf die Hauptstraße und radeln in Richtung Passo Gavia. Wir folgen der Straße, bis wir den Pass nach einer langen, harten Auffahrt erreichen. Nach einer Rast geht es nun auf der Passstraße bergab, den Lago Nero im Blick und die Finger fest am Bremshebel. Den Straßentunnel umfahren wir auf der alten Passstraße aus grobem Schotter. Bald erreichen wir wieder die Fahrstraße, die uns nun bis Ponte di Legno führt. Kurz hinter dem Abzweig nach Pezzo verlassen wir die Straße nach einer Rechtskurve und kürzen so ein wenig ab, bevor wir Ponte di Legno erreichen. Hier orientieren wir uns in Richtung Edolo, passieren u. a. die Orte Vione und Vezza d’Oglio, bevor wir unser Etappenziel Edolo erreichen.

Etappe 6: Von Edolo über den Passo di Campo nach Storo

Von Edolo halten wir uns entlang der Radroute in Richtung Malonno. Wir fahren weiter zum Ort Cedegolo, biegen auf die Via di Panzeri ab und fahren nun leicht bergauf bis Fresine. Hier verlassen wir die Hauptstraße und wenden uns in einer Linksserpentine nach rechts und biken in Richtung Valle. Nun geht es für uns weiter auf der Talstraße bis La Rasega. Wir biegen bald nach rechts und folgen der Wegmarkierung „20“ in Richtung Passo di Campo. Von hier müssen wir nun ca. 2,5 Stunden unsere Räder hinauf zum Pass schieben. Zunächst führt uns der Trail bergan zum Monte Zucchollo, dann verläuft er nördlich des Lago di Arno zur Passhöhe (2296), an der wir uns eine Verschnaufpause redlich verdient haben. Vom Pass erwartet uns eine technisch sehr schwierige Trail-Abfahrt zur Malga Campo, bei der wir auch die ein oder andere Schiebepassage zu bewältigen haben. Wir gelangen später auf einen Schotterweg, fahren in Richtung Lago di Malga Bissina, orientieren uns dann in Richtung Pieve di Bono und radeln auf der Fahrstraße durch das Val di Daone nach Storo, unserem Etappenziel.

Etappe 7: Über den Tremalzo nach Riva del Garda

In Storo fahren wir auf die Via Ampola, die uns hinauf zum gleichnamigen Pass führt. Dort biegen wir nach rechts in Richtung Tremalzo ab. Wir folgen nun stetig der Straße hinauf und gelangen schließlich zum Rifugio Garda. Ab hier radeln wir auf Schotter weiter und erblicken bald die berühmte Passstraße. Wir fahren auf dieser nun mit einer Menge Adrenalin im Blut hinab bis zum Passo Nota und halten uns dann in Richtung Passo Rocchetta. Bald verjüngt sich die Schotterpiste und wir fahren auf einem herrlichen Trail am Hang weiter. Am Pass biegen wir nun nach links auf den Trail in Richtung Pregasina ab. Wir erreichen bald die Schotterpiste, radeln nach links, biegen wenig später nach rechts auf den Pfad Nr. 422 ab und erreichen nach einer technischen Abfahrt den Ort Pregasina. Von hier gelangen wir auf Asphalt hinunter nach Riva del Garda. Wir beenden unsere Alpenüberquerung erschöpft, aber glücklich im Hafen von Riva.

    

Ausrüstung

Sicherheitshinweise

Trittsicherheit bei Trage- und Schiebepassagen vor allem am Schrofenpass.

Anfahrt

B19 bis Oberstdorf

Parken

Sammelparkplatz am Ortseingang Nord

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Oberstdorf

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