Die Tour
Ein Rundweg für Mountainbiker vom Schmiedtal über den Sonnberg. Wer will, nimmt dabei nicht nur schöne Bergblicke, sondern auch etwas Geschichte mit.
Am Gasthof „Schmied im Tal“ im
österreichischen Schmiedtal beginnt unsere Tour. Das ehemalige Mühlhaus der Schmiede ist zu
einem offenen Museumsraum umgebaut, der das traditionelle
Schmiedhandwerk zeigt. Einem jener Schmiede ist es zu verdanken, dass
heute die befestigte Straße von Thiersee bis Bayrischzell führt.
Entlang der Strecke kommen wir unter anderem an den Trojer-Höfen auf gut 800 m Seehöhe vorbei. Das Wort "Trojer" kommt vom
mittelhochdeutschen trajan, was so viel heißt wie Viehtreiben. Der
Wortstamm findet sich in sehr vielen Berg- und Almnamen der Umgebung,
so im Trainsjochstock, der Trainsalm und anderen. Einer der Trojer-Höfe
trägt die Bezeichnung „Moar“. Dies ist das bayerische Wort für Meier
oder Hausmeister. Es kennzeichnet jeweils den größen Hof in einem Dorf.
Außerdem fahren wir durch das Ursprungtal. Das
Ursprungtal ist der am frühesten urkundlich erwähnte Platz in Thiersee.
Um 1030 taucht es das erste Mal auf. Es trägt seinen Namen wegen der
Quelle, die dann zum Ursprungbach wird und letztlich in die Thierseer
Ache mündet. Einst lag oben am Ursprungpass ein See, der zum
Holztriften verwendet wurde. Er wurde aber bei einem Unwetter zerstört.
Von der Holztrift finden sich aber noch viele Relikte, so zum Beispiel
der Name „Kohlstatt“ bei Kiefersfelden. Hier heißt die Thierseer Ache
dann Kiefersfeldener Bach.
Start der Tour
Gasthof „Schmied im Tal“ im österreichischen Schmiedtal
Wegbeschreibung
Ausgangspunkt für unsere Tour ist der Gasthof „Schmied im Tal“ im
österreichischen Schmiedtal. Das ehemalige Mühlhaus der Schmiede ist zu
einem offenen Museumsraum umgebaut, der das traditionelle
Schmiedhandwerk zeigt. Einem jener Schmiede ist es zu verdanken, dass
heute die befestigte Straße von Thiersee bis Bayrischzell führt. Ein
Haus weiter rechts startet unser Weg. Ausgeschildert ist er als
„Sonnbergtour“. Der anfangs asphaltierte Weg erwartet uns mit einem
steilen Anstieg. Wir gewinnen rasch an Höhe und haben bereits nach
wenigen Minuten einen wunderbaren Blick auf das Schmiedtal bis nach
Landl. Nach einer Doppelserpentine sehen wir bald schon von fern die
Trojer-Höfe auf gut 800 Metern Seehöhe. Das Wort Trojer kommt vom
mittelhochdeutschen trajan, was so viel heißt wie Viehtreiben. Der
Wortstamm findet sich in sehr vielen Berg- und Almnamen der Umgebung,
so im Trainsjochstock, der Trainsalm und anderen. Einer der Trojer-Höfe
trägt die Bezeichnung „Moar“. Dies ist das bayerische Wort für Meier
oder Hausmeister. Es kennzeichnet jeweils den größen Hof in einem Dorf.
Kurz hinter Trojer endet die asphaltierte Straße. Hinter einem
Schlagbaum geht es auf geschottertem Weg weiter. Nach kurzen
Serpentinen folgt ein langes Stück Richtung Westen. Nach etwa einer
Stunde haben wir den ersten Höhepunkt erreicht. Am westlichsten Punkt
des Vorderen Sonnbergs lädt eine Aussichtsbank zum Verweilen ein.
In südlicher Richtung blicken wir von der Veitsberggruppe im Westen bis
zum Wilden Kaiser im Osten. Unser Weg wendet sich nun erst noch einmal
zurück in Richtung Vorderer Sonnberg. Dann gelangen wir nach einer
großen Ostschlaufe an den Trainsbach. In den Hochsommermonaten ist
dieser Bach oft ausgetrocknet. Hier teilt sich der Rundweg. Rechts
gelangt man über weitere Serpentinen zur bewirtschafteten Trainsalm.
Unser Weg führt dagegen nach links weiter. Von dieser Abzweigung
brauchen wir noch etwa zehn Minuten bis zum Hinteren Sonnberg. Ab der
höchsten Stelle wird der Weg ziemlich felsig, und es ist Vorsicht
geboten. Die Abzweigung zum Ascherjoch lassen wir rechts liegen. Von
hier ab ist der Forstweg wieder glatt geschottert und wir rauschen
zügig den Bogen um die Westnase des Hinteren Sonnbergs hinab. Etwa 40
Minuten später erreichen wir den Parkplatz im Ursprungtal. Das
Ursprungtal ist der am frühesten urkundlich erwähnte Platz in Thiersee.
Um 1030 taucht es das erste Mal auf. Es trägt seinen Namen wegen der
Quelle, die dann zum Ursprungbach wird und letztlich in die Thierseer
Ache mündet. Einst lag oben am Ursprungpass ein See, der zum
Holztriften verwendet wurde. Er wurde aber bei einem Unwetter zerstört.
Von der Holztrift finden sich aber noch viele Relikte, so zum Beispiel
der Name „Kohlstatt“ bei Kiefersfelden. Hier heißt die Thierseer Ache
dann Kiefersfeldener Bach. Der direkte Weg würde uns vom Parkplatz hier
nach links auf der Staatsstraße zurück zum Schmiedwirt führen. Aber
eine kleine Schleife lohnt sich noch: Wir wenden uns nach rechts,
fahren am Parkplatz vorbei und dahinter links über eine Brücke über den
Ursprungbach und wieder links in den Wald. Schön zieht sich hier der
Waldweg durch den kühlen Grund. Nach etwa 1,5 km treffen wir bei der
Hörhagbrück wieder auf die Straße. Jetzt geht es bis zu unserem
Ausgangspunkt nur noch bergab. Da die Straße über Landl wenig
befahren ist, können wir es richtig rollen lassen bis zurück zum
Ausgangspunkt.
Weitere Infos / Links
www.thiersee.com, www.thierseetal.com
Anfahrt
A93 bis Kufstein Nord, durch Thiersee ins Schmiedtal
Parken
Parken am Startpunkt, Gasthof "Schmied im Tal"