Der 2005 eröffnete Sulzfluh-Klettersteig auf den gleichnamigen Berg im Rätikon hat beste Felsqualität und einen sonnigen Anstieg zu bieten. Mit der Carschina-Hütte liegt eine Einkehrmöglichkeit nahe des Weges. Die Carschina-Hütte liegt auf 2236 m und ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober geöffnet. Die Zu- und Abstiegsmöglichkeiten zum Klettersteig sind bestens ausgeschildert. Die Orientierung gelingt völlig problemlos. Der Klettersteig selbst ist bestens gesichert und wartet mit aussichtreichen Passagen auf, die zum Teil recht ausgesetzt sind. Steilaufschwünge fordern gute Armkraft. Sogar zwei Brücken sind zu finden. Auf diesem Klettersteig haben ambitionierte Klettersteiggeher garantiert viel Spaß. Der Sulzfluh-Klettersteig ist im Winter geschlossen. Teile des Seils und die Einstiegsleiter sind demontiert und werden immer erst zu Saisonbeginn wieder installiert. Da sich das Wetter im Prättigau schnell ändern kann, sollte der aktuelle Wetterbericht immer vor der Tour abgerufen werden. Die Wand, durch die der Steig führt, ist süd- bis südost exponiert.
Vom Parklplatz 6 in Partnun wenden wir uns zunächst ein kurzes Stück in Richtung Norden, um dann in Richtung Nordosten auf beschildertem Weg über Almwiesen aufzusteigen. Wir passieren die Almflächen Wanne und Gruoben, um dann an P. 2095 (LKS, Toposuisse) nach links abzubiegen. Unterhalb der Sulzfluh-Südwand passieren wir nun die Sulzhütte und halten in Richtung Westen auf die Carschinahütte (2236 m) zu. Der Zustieg zum Klettersteig zweigt noch vor der Carschinahütte nach rechts ab. Der ausgeschilderte Pfad führt uns über ein Schuttfeld zum Einstieg auf 2320 m. Eine weiße Platte und ein rotes E an der Wand kennzeichnen diesen.
Routenverlauf:
Über die Einstiegswand (B/C) erreichen wir den Obelixquergang (A). Dieser führt uns zunächst nach links. Im Anschluss steigen wir hinauf zur Rampe (B/C). Ein kurzes Stück queren wir nach links (A), um über den Geissrücken (C/D) das Bänkli (B) zu erreichen. Eine Querung führt uns nach links (A). Der "Panoramica" genannte Teil des Steiges (D/C) führt uns zum so genannten Deichmann-Steg (C). Nach diesem folgt die Klagemauer (D/C). Über eine Brücke (C/D) gelangen wir zur Gipfelmauer. In dieser hängt das Routenbuch und eine Kasse, in der man einen Obulus zum Routenerhalt entrichten kann. Das Schlussstück führt uns in deutlich nachlassender Schwierigkeit (A/B) zum Gipfel auf 2817 m.
Abstieg:
Vom Gipfel wenden wir uns zunächst nach Norden, um dann nach links (Osten) in den Gemschtobel abzusteigen. Über diesen gelangen wir in einigen Kurven wieder hinab zu P. 2095. Von hier auf demselben Weg wie beim Aufstieg zurück zum Parkplatz.