Von der Station Seealpe geht es gemütlich ansteigend weiter bis zum Talende, wo der Fahrtweg dann am Latschenhang spürbar steiler wird und mit zum Teil über 25% Steigung die Höhenmeter bis zur Station Höfats und dem daneben gelegenen Edmund-Probst-Haus überwindet. Von dort aus geht es den Beschilderungen folgend hinauf zur Gipfelstation und dem Gipfel des Nebelhorns (2224m). Wer sich an der angegebenen Zeit der Tour orientieren will, sollte hier nach spätestens 3 Stunden ankommen.
Wer ein Klettersteigset verwendet kann dies nun anlegen. Von der Gipfelstation bis zum Einstieg des Hindelanger Klettersteigs ist es nicht mehr weit. Jetzt geht es in leichter Kletterei zum Teil am Drahtseil und über Leitern am Grat entlang über den Westlichen Wengenkopf (2235m), den Östlichen Wengenkopf (2207m) und den Gratkopf (2172m). Nach dem Gratkopf hat man den Hindelanger Klettersteig beendet und erreicht einen kleinen Sattel, von dem aus ein Weg zurück zur Station Höfats oder zur Gipfelstation der Nebelhornbahn abzweigt. Die Tour verläuft jedoch auf einfachem Weg weiter am Grat entlang zum Gipfel des Großen Daumen (2280m), dem höchsten Punkt dieser Tour. Nach dem Zeitplan ist man bis hierher ungefähr 6 Stunden unterwegs.
Weiter geht es zum kleinen Daumen (2197m). Der Weg wird nun wieder schmaler und führt mit Punkten gut markiert, zum Teil wieder an Drahtseilen und in schrofenartigem Gelände weiter in Richtung Heubatspitze. Vor dem Aufschwung zum Grat zwischen Rotspitze und Heubatspitze wird das Gelände wieder einfacher und man folgt einem kleinen und bei feuchten Verhältnissen etwas rutschigen Pfad.
Kurz nach der Heubatspitze (2008m) beginnt dann erneut ein Klettersteigabschnitt, die Hohen Gänge. Zum Teil sogar etwas augesetzter als am Hindelanger Klettersteig geht es wieder an einigen Drahtseilen und Leitern in der Klettersteigschwierigkeit B weiter, bis man kurz vor dem Gipfel des Breitenbergs (1893m) wieder auf einem einfachen Bergweg unterwegs ist. Etwa 10 Minuten bevor der Gipfel erreicht ist zweigt links der Weg hinunter ins Retterschwanger Tal ab, den wir nach der Gipfelbrotzeit am Breitenberg anschließend hinunter ins Tal folgen. Den Breitenberg Gipfel verlassen wir etwa 9 Stunden nach dem Start unserer Tour.
Nach den etwa 850 Höhenmeter Abstieg geht es im Retterschwanger Tal zunächst mit kaum spürbarter Steigung, später leicht ansteigend bis zum Ende des Tals, wo die Hintere Entschenalpe (1447m) erreicht wird. Hier bietet sich nach etwa 10,5 Stunden nochmals eine Brotzeit an, bevor es insgesamt wieder knapp 600 Höhenmeter hinauf, und oberhalb des Oberen Gaisalpsee querend zum Geißfuß Sattel hinüber geht. Von hier geht es nun wieder in Richtung Edmund-Probst-Haus langsam absteigend weiter, bis wir auf den Hängen überhalb des Fahrtwegs hinauf zum Edmund-Probst-Haus angelangt sind.
Der Weg ist hier nicht optimal ausgeschildert. So lange es nicht neblig ist, kann man nun einen kleinen und wenig ausgetretenen Pfad hinunter zum Fahrtweg erkennen, der vom eigentlichen Weg abzweigt. Den Steigspuren folgend geht es hinab zum Fahrtweg. Auf diesem Abschnitt ist im weglosen Gelände etwas Erfahrung nötig. Am Fahrtweg angekommen folgt man diesem zurück bis zur Station Seealpe auf dem gleichen Weg, den man am Morgen bereits aufgestiegen ist. Rechts an der Seealpe vorbei geht es dann wieder hinab und zurück nach Oberstdorf. Als Alternative zum Aufstieg am Morgen kann man über den Tobelweg absteigen und kommt zum Ende der Tour als Belohnung nochmals an ein paar schönen Wasserfällen und Gumpen vorbei, bevor man kurz vor dem Skisprungstadium wieder auf den Fahrtweg trifft und von hier in wenigen Minuten am Parkplatz der Nebelhorn Bahn nach etwa 13 Stunden ankommt.