Kathedrale Santo Domingo de la Calzada
Benannt wurde Santo Domingo de la Calzada nach
ihrem Gründer, der an dieser Stelle Wege anlegte und instand hielt, eine Brücke sowie ein Hospital errichtete und sich um die vorbeiziehen
Pilger kümmerte. Das Grab des Heiligen, der der Schutzpatron der spanischen
Straßen- und Brückenbauer ist, ist in der im 12. und 13. Jahrhundert erbauten,
romanisch-gotischen Kathedrale zu besichtigen. Auch das Chorgestühl und der
Hauptaltar, beides im Renaissancestil, lohnen einen Blick. Besonders bekannt
ist die Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada wegen des weißen
Hühnerpaares, das in einem Käfig in der Kirche lebt. Diese Tradition geht
auf ein Wunder zurück, das sich im 16.
Jahrhundert zugetragen haben soll. Der mit seiner Familie nach Santiago de
Compostela pilgernde Deutsche Hugonell, wird von der Wirtstochter aufgrund
verschmähter Liebe zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt und daraufhin erhängt.
Als seine Eltern auf dem Rückweg erneut den Ort passieren, erscheint der Junge
Mann seinen Eltern und verkündet, er wäre nicht tot, Santo Domingo (in anderen
Quellen auch Santiago) würde ihn halten. Als die Eltern dies dem Richter melden
erwidert dieser: „Euer Sohn ist so tot, wie die Brathühner auf meinem Teller“,
woraufhin sich die Tiere erhoben und davonflogen. Kräht der Hahn während man
die Kirche betritt, bringt das Glück für die Pilgerreise.