Marterkapelle St. Emmeram
An dieser Stelle soll der fränkische Wanderbischof Emmeram im Jahre 652 ein schreckliches Martyrium erlitten haben. Dieses ist in der Mitte der Kapelle mit einer Holzschnitzerei nachgestellt.
Die Legende des Heiligen besagt, dass die Herzogstochter Uta einst vom Sohn eines hohen Beamten verführt worden war. Um den eigentlichen Vater des ledigen Kindes zu schützen, bekannte sich Emmeram zu der Vaterschaft. Auf seiner Pilgerreise nach Rom wurde er schließlich von Lantpert, dem Bruder Utas, überfallen und grausam gemartert, weil er ihn als Urheber der Schwangerschaft der Flucht verdächtigte. Der Bischof starb aber noch nicht in Kleinhelfendorf. Vielmehr wurde der Gemarterte auf ein Ochsengespann gelegt. Führerlos liefen die Tiere mit ihm bis nach Aschheim, wo er starb. Von dort brachte man den Leichnam nach Oberföhring an der Isar. Hier soll Emmeram auf ein Schiff verladen worden sein, das der Legende nach selbstständig bis nach Regensburg fuhr, wo der Tote schließlich begraben wurde.