Klosterruine Anhausen
Auf freiem Feld eine alte Mauer am Wegesrand? Sonderbar...
Seltsam auch das Gefühl, das die meisten ergreift, die hier stehen. Vor dem hochaufragenden Überbleibsel der Innenseite eines gotischen Chores, dem Rest des Kloster Anhausens. Grabmale der Bebenburger Herren zieren die Wand. Hier ist der Besucher allein auf weitem Feld, allein mit sich und diesem steinernen Stück Vergangenheit.
Das Kloster Anhausen wurde 1403 im Bereich einer schon damals vorhandenen Kapelle gegründet.
Als der letzte Mönch 1557 das Kloster verließ, ging das Klosterleben zu Ende und in den folgenden Jahre wurde das Kloster als Bauernhof genutzt. Um 1700 wurde das Gut aufgegeben und das Klostergebäude abgerissen. Die Bauern der Gegend nutzen die Steine als Baumaterial für ihre Häuser und erst 1925 stellte man den Rest der Anhäuser Mauer unter Denkmalschutz. In den Jahren 1996 und 1997 wurde von der Gemeinde Satteldorf in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg eine grundlegende Sicherung und Sanierung der Mauer und der Standbilder ausgeführt.