Durch die Abtragungskräfte an der Erdoberfläche wurde das widerstandsfähige Ganggestein in Form von mehreren 5 bis 6 Meter hohen Felsgruppen aus dem umgebenden weicheren Sedimentgestein herausgewittert.
Auf der Oberfläche der Felsen zeigen sich etwa zwei Zentimeter breite, deutlich sichtbare und regelmäßig angeordnete Rippen, die so nur hier am Weiselberg zu finden sind. Es handelt sich dabei um dünne Schichten, in denen das Gestein eine größere Härte aufweist und somit langsamer verwittert.
Zur Entstehung dieser Schichten gibt es unterschiedliche Erklärungsversuche: Einzelne Autoren sehen in den Rippen die ehemaligen Gleitbahnen im Kontaktbereich des langsam erkaltenden Lavastromes mit dem umgebenden Festgestein. In dieser Kontaktzone bildete sich ein besonders feinkristallines Gestein, das im Vergleich zum restlichen Gesteinskörper eine größere Härte aufweist.
Eine andere Theorie besagt, dass sich durch Erkaltung und Druckentlastung im Gesteinskörper des Lagerganges zahlreiche Risse, ähnlich einem Blätterteig bildeten. Diese wurden später durch ein erneutes Eindringen von Magma, oder aber durch heiße, wässrige Lösungen wieder gefüllt und bildeten dort eine feinkristalline, widerstandsfähige Gesteinsstruktur.
