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  • Das Schloss Mesprelbrunn lohnt einen kurzen Abstecher.
Schwierigkeit:
schwer
Strecke:
54,6 km
Aufstieg:
1572 m
Abstieg:
1701 m
Dauer:
13:15 h
Niedrigster Punkt:
137 m
 
Höchster Punkt:
518 m
 
Bewertungen:
(0)
 
 
Kondition:
Technik:
Erlebnis:
Landschaft:

Die Tour

Der Spessartweg teil sich auf in den Spessartweg 1 und Spessartweg 2. Der hier beschriebene Spessartweg 2 führt uns über Berg und Tal zum Main durch die schönsten Landschaften des Spessarts.

Im idyllischen, ursprünglichen Luftkurort Heigenbrücken beginnt unser Spessartweg 2, der uns über Berg und Tal zum Main leiten wird – durch die schönsten Landschaften des Spessarts mit spektakulären Aussichtspunkten und vorbei an plätschernden Bächen. Lohnenswert ist zuvor auch ein Blick auf den 1854 erbauten Schwarzkopftunnel der Eisenbahn, der schon früh das von dichtem Wald umgebene Heigenbrücken verkehrsmäßig erschloss. Am Pollasch, dem Ehrenmal des Spessartbundes, hat man einen herrlichen Blick ins Laufachtal und bis Aschaffenburg.

Start der Tour

Heigenbrücken

Wegbeschreibung

In Heigenbrücken beginnt unser Spessartweg 2, der Sie über Berg und Tal zum Main leiten wird – durch die schönsten Landschaften des Spessarts. Am Pollasch, dem Ehrenmal des Spessartbundes, hat man einen herrlichen Blick ins Laufachtal und bis Aschaffenburg.
Und noch ein Schmankerl für die Eisenbahnfreunde birgt der Spessartweg 2 an dieser Stelle: Zwischen Laufach und Heigenbrücken muss die Bahn die vor über 150 Jahren künstlich aufgeschüttete „Spessartrampe“ überwinden, die steilste Bergstrecke für Normalzüge in Bayern. Heute noch bedarf es Schubloks, die in Laufach auf ihren Einsatz warten.

Dann folgt reinste Naturlandschaft: Das Seebachtal mit seinem vollen Auwald, sein kleiner murmelnder Seitenbach und ein kurzer steiler Anstieg durch alte und jüngere Baumbestände, der auf die Höhe führt. Jetzt gelangt der Wanderer zum Kreuzgrund, einem romantischen Einzelgehöft, das auf die Flößerei zurückzuführen ist.
Nach einem steilen Pfad verläuft der Spessartweg 2 für ein Stück gemeinsam mit dem Spessartweg 1, ehe der Wanderer auf Wiesenpfaden Waldaschaff erreicht. Nach dem großartigen Ausblick über den Vorspessart gelangt er zu einem Relikt aus den Anfängen der Spessartmarkierung: dem Wegweiser in Bessenbach-Keilberg.

Nach kurzem Anstieg mitten im Wald wartet das Posthalterkreuz, ein etwa fünf Meter hohes Steinkreuz, um das sich einige Geschichten ranken: So soll ein Posthalter hier, am gefürchtetsten Abschnitt der Strecke gar grässlich geflucht haben. Daraufhin scheuten die Pferde und preschten los. Und als ob dies nicht genug war, fielen auch noch Raben über den Posthalter und den vollbesetzten Wagen her. In seiner Not gelobte der Mann, hier ein Kreuz zu errichten, wenn die Vögel nur von ihm abließen – was sie dann auch taten.

Auf der Höhe über Mespelbrunn-Hessenthal unter zwei gewaltigen Kastanien hat die Kapelle „Unser Herren Bild“ ihren Platz. Auch hier erklärt eine Legende den Ursprung: „So gewiss aus diesem Strauch kein Blut fließt, gibt es auch keine Wunder“, war sich ein Ritter einst seiner Sache sicher. Er wurde des Besseren belehrt: Als er auf einen Haselnussstrauch einhieb, zog er sein Schwert blutig zurück und fand darin eine Muttergottesfigur. Im frühen 16. Jahrhundert wurde die erste Herrnbild-Kapelle gebaut, wovon noch die Jahreszahl 1551 im Kreuz über dem Eingang zeugt. Die jetzige Kapelle stammt von 1670 und ist bis heute Ziel von Prozessionen.

Eine Kirchenburg aus drei Kirchen ist die Wallfahrtskirche Hessenthal: Die spätgotischen Wallfahrtskapellen „Unsere Liebe Frau“ (1454) und „St. Maria“ von 1439, die einst von der Familie Echter von Mespelbrunn als Begräbniskirche gebaut wurde. Die dritte Kirche ist ein moderner Bau, der die Beweinungsgruppe von 1490 von Tilmann Riemenschneider beherbergt. Unweit der Kirche, mitten im Wald, findet der Wanderer die „Hohe Warte“, ein Ort, wo sich eine angenehme Rast einlegen lässt.

Wer möchte, kann von hier aus einen Abstecher (ca. 2,7 km einfach) in Richtung Mespelbrunn machen, das vor allem wegen seines einzigartigen Wasserschlosses berühmt wurde. Das Schloss hat seinen Ursprung im frühen 15. Jahrhundert und erlangte sein heutiges Aussehen vornehmlich durch einen Umbau Mitte des 16. Jahrhunderts. Noch heute ist das malerische Schloss im Familienbesitz. Bekannt wurde es vor allem als Drehort des Spielfilms „Das Wirtshaus im Spessart“.

In der Nähe des Wanderparkplatzes in Leidersbach, Ortsteil Volkersbrunn, bietet sich ein herrvorragender Blick ins Maintal mit dem nahen Odenwald im Hintergrund.
Die von mächtigen Naturdenkmälern geschützte Kapelle am Heimathenhof wurde aus Dankbarkeit vor ca. 200 Jahren errichtet, weil die Horden die Kapelle im 30jährigen Krieg nicht fanden.

Der Hölle nähert sich der Wanderer bei Heimbuchenthal: „Höllhammer“ wird das Ensemble eines ehemaligen Eisenhammers genannt, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgebaut wurde. Heute wird das einstige Eisenhammerdorf als Hofgut genutzt. Eine Besonderheit auf dem Weg zur Hölle ist eine Allee mit 51 Lärchen, die rund 180 Jahre alt sind.

Über den „alten Schulweg“ geht es diesmal wieder nach oben, sogar weit nach oben: Der Dammbacher Ortsteil Oberwintersbach auf der Geißhöhe ist mit 521 Metern die höchstgelegene Siedlung des Spessarts. Und mit dem Ludwig-Keller-Turm hat der Spessartbund 1936 sogar noch eins draufgesetzt. Von seinen Zinnen aus hat man nicht nur einen sagenhaften Panoramablick bis hin zum Taunus. Auch der höchste Berg des Spessarts, der 586 Meter hohe Geiersberg, lässt sich bewundern.
Einen kleinen Tierpark passiert man am Ortseingang von Eschau-Wildensee. Die Insel der Ruhe im idyllischen Aubachtal lädt zur Rast ein, bevor es zum vorletzten Mal in Richtung Main steil bergauf geht.

In Stadtprozelten mit seinen prächtigen Fachwerkhäusern und dem historischen Rathaus von 1520 endet der Spessartweg 2. Hoch über der Stadt thront die von den Schenken von Clingenburg erbaute Henneburg. Die ältesten Teile stammen aus dem 12 Jahrhundert, im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie erweitert. Die gesamte Anlage zählt zu den schönsten Burgruinen Deutschlands.

Quelle:

Tourismusverband Spessart-Mainland

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Getränke und Proviant

Weitere Infos / Links

Tourismusverband Spessart-Mainland
Bayernstr. 18, 63739 Aschaffenburg
Tel: 0 60 21 / 39 42 7
Fax: 0 60 21 / 39 42 58
E-Mail: tourist-info@lra-ab.bayern.de
Internet: www.spessart-touristinfo.de

Anfahrt

A3 bis Ausfahrt Weibersbrunn, weiter nach Heigenbrücken

Parken

In Heigenbrücken

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Heigenbrücken

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