Die Tour
Für ambitionierter Bergwanderer, die auch gerne mal einen Klettersteig mitnehmen, ist dies eine besonders schöne Rundtour, die abwechslungsreicher nicht sein könnte.
Die Tour führt uns durch Wald, die wilde Höllentalklamm, Wiesen, Stein und Eis über einen Klettersteig bis zum Gipfelkreuz der Zugspitze. Abwechslungsreicher kann eine Bergtour kaum sein. Jedoch sollten nur sehr ausdauernde und konditionsstarke Wanderer diese Unternehmung wagen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind ebenfalls erforderlich. Auch muss der Umgang mit Pickel und Steigeisen vorausgesetzt werden. Für diese Kombitour sind zwischen sieben und acht Stunden einzuplanen. Wir überwinden entlang der Strecke (9,5 km) stolze 2200 Höhenmeter. Einkehren können wir in der Höllentalangerhütte (Ende Mai bis Mitte Oktober) und im Münchner Haus (Mitte Mai bis Ende September).
Start der Tour
Parkplatz am Ortseingang von Hammersbach
Wegbeschreibung
Vom Parkplatz am Ortseingang Hammersbach starten wir unsere Tour zunächst in Richtung Höllentalklamm. Dazu wandern wir in in den Ort hinein und weiter bis zur Hammersbacher Hütte, an der es auch eine Infotafel und eine Bushaltestelle gibt. Nun folgen wir dem Hammersbach, immer den Schildern zur Höllentalklamm nach. Der Weg ist gut beschildert und ausgebaut und windet sich bald steil den Berg hinauf. Die Route erreicht wieder eine Forststraße, es geht vorbei an einer Materialseilbahn und dann zur Eingangshütte der Höllentalklamm. Der weitere Weg verläuft auf rund 700 m durch die imposante Klamm, wir wandern unter großem Getöse hindurch. Unter großem Aufwand wurde ein Weg geschaffen, der teilweise durch in den Fels geschlagene Tunnel mit ca. 1 m Breite und maximal 2 m Höhe führt. Anschließend wandern wir zwischen Bäumen hindurch und über Latschen hoch zur Höllentalangerhütte, hier ist es nun auch wieder „ruhiger“. Der Pfad führt uns weiter geradeaus, zunächst noch über Wiesen, dann auch über Geröll. Wir kommen an den Höllentalanger und dahinter zur „Leiter“, wo viele Eisenklammern im Fels angebracht sind. Über diese erreichen wir das „Brett“: Diese Stelle ist etwas knifflig, wir queren eine recht glatte Felswand unter Zuhilfenahme von eingeschlagenen Eisenstiften. Wir setzen dahinter unseren Weg durch Latschen fort, es geht bis zum „Grünen Buckel“ bergan und immer weiter hinauf bis zum weitläufigen Schuttfeld. Weiter geht es nun über Schotter, so kommen wir an den Rand des Höllentalferners. Hier kommen nun die Steigeisen zum Einsatz: Wir gehen zunächst bergan und queren dann nach rechts an den Fuß der Felsen, wo auch der Klettersteig beginnt. Diesem folgen wir über Drahtseile, bis wir schließlich den Gipfel der Zugspitze erreicht haben.Von der Bergstation können wir dann mit der Eibseeseilbahn, der Bayerischen (nach Garmisch-Partenkirchen) oder der Tiroler (Ehrwald) Zugspitzbahn ins Tal hinabfahren.
Ausrüstung
Sicherheitshinweise
Schwere Bergtour, nur für Wanderer mit sehr guter Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit geeignet. Der Umgang mit Pickel und Steigeisen wird vorausgesetzt.
Literatur
Stefan Beulke: Alpenvereinsführer Wetterstein. Bergverlag Rother 1996.
Karte
Alpenvereinskarte Wetterstein- und Mieminger Gebirge, Mittleres Blatt Nr. 4/2, 1:25.000
Weitere Infos / Links
Anfahrt
B2/B23 bis Grainau, weiter nach Hammersbach
Parken
Parkplatz am Ortseingang von Hammersbach
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug nach Garmisch-Partenkirchen, weiter über Grainau nach Hammersbach