Wir steigen dem Watzmann aufs Dach. Einer der höchsten deutschen Berge ist das Herzstück des Nationalparks Berchtesgaden.
Naturerleben am Watzmann mit herrlichem Panorama und Einkehrmöglichkeiten.
Start der Tour
Parkplatz an der Wimbachbrücke
Wegbeschreibung
Vom Schilderbaum am Parkplatz aus geht es in Richtung Watzmannhaus. Den Wimbach passieren wir auf einer asphaltierten Brücke mit Holzgeländer. Der Weg führt nun nach rechts über den hinteren Teil des Parkplatzes und steigt dann parallel zum Wimbach steil an. Jetzt biegen wir gut ausgeschildert auf einen Fahrweg nach rechts ab, um diesen bald wieder nach rechts in den Wald zu verlassen. An dieser Stelle erkennt man deutlich, wie das Konzept des Nationalparks Berchtesgaden funktioniert. Es geht vor allem darum, die Natur sich selbst zu überlassen und möglichst wenig von Menschenhand einzugreifen. So wandern wir durch ein Waldstück, das abseits der Wege Urwaldcharakter besitzt. Vom Wind oder durch den Borkenkäfer „gefällte“ Bäume werden nicht entfernt, sondern bleiben liegen. Auf dem Boden entsteht eine moosbewachsene, nährstoffreiche Schicht. Die Geschichte des Nationalparks Berchtesgaden ist eng mit dem Watzmann verknüpft: Bis in die 60er Jahre des 20. Jh. hinein gab es immer wieder Pläne, den Berg durch eine Seilbahn zu erschließen. Sie scheiterten am Widerstand von Naturschutzorganisationen, der letztendlich zur Errichtung des Nationalparks 1978 führte. Seit 1990 ist der Nationalpark Berchtesgaden von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. Diese Landschaft ist in unseren Breiten einzigartig. Die imposanten Eindrücke nehmen wir auf dem steil ansteigenden Weg mit. Er führt uns zur Stubenalm (1), wo wir uns in der bewirtschafteten Almhütte stärken können. Hinter der Alm lädt uns eine Ruhebank mit sehr schönem Ausblick zu einer kurzen Pause ein. Nach einem weiteren Anstieg erreichen wir die Mitterkaseralm (2), die ebenfalls bewirtschaftet ist, und kommen bald zu einer Waldklimastation. Hier – wie an 20 weiteren Stationen in Bayern – werden Klimadaten aufgenommen. Nun wandern wir auf einem Pfad, der in steilen Serpentinen bergauf verläuft. Am Ende dieses Wegstücks erreicht man die schön gelegene Falz-Alm und sieht nun gut das imposant am Berg liegende Watzmannhaus. Rechts des Weges können wir uns auf der Bank vor einer Schutzhütte ausruhen. Nun beginnt der letzte Streckenteil. Dieser führt zunächst über die Falz-Alm. Von links stößt der Falzsteig (Weg Nr. 442 des Deutschen Alpenvereins) auf unseren Weg. Dieser Steig ist eine alternative Route, über den schwindelfreie, trittsichere und geübte Bergwanderer (und nur diese!) die Wanderung zum Watzmannhaus zu einer Rundtour über die Kühroint-Alm und die Schapbach-Alm ausbauen können. Unser Aufstieg verläuft im letzten Teil über einen sehr steilen, steinigen, aber gut gesicherten Pfad mit teilweise herrlichen Ausblicken auf den Watzmanngipfel. Wenn wir diesen erwandert haben, sind es noch wenige Minuten zum rechts liegenden Watzmannhaus (3). Das Haus wurde 1888 erbaut. Der erste Hüttenwirt war Johan Grill. Dem auch „Kederbacher“ genannten Pionier gelang die Erstdurchsteigung der mächtigen Watzmann-Ostwand. Das 1930 m hoch gelegene Haus bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten und ist eine der bestbesuchten Berghütten des DAV. Auf der Terrasse genießen wir einen fantastischen Rundblick auf das Berchtesgadener Land und die umliegenden Berge. Erfahrene Bergsteiger können von der Hütte aus einen der Watzmanngipfel erklimmen. Die Gratwanderung zur Mittelspitze und Südspitze ist auch für erfahrene Bergsteiger nur bei bestem Wetter zu empfehlen. Am einfachsten ist vom Watzmannhaus das Watzmann-Hocheck zu erreichen, doch auch für diese Besteigung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich. Nachdem wir die Bergwelt am Watzmannhaus genossen haben, geht es ins Tal zurück, wie wir gekommen sind.
Anfahrt
B305 zwischen Berchtesgaden und Ramsau
Parken
Parkplatz an der Wimbachbrücke
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug bis zum Bahnhof Berchtesgaden, weiter mit dem Bus nach Wimbachbrücke, Ramsau
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